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Meine Zeit oder wie sie zwischen den Fingern zerrinnt

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Ein Tag ist lang.

Rechnen wir die Zeit, die wir zum Schlafen benötigen ab, sind wir bei sechzehn bis siebzehn Stunden. Für den Fulltime-Job entfallen in meinem Fall – ich schätze mich glücklich, da mein Arbeitsweg nur zehn Minuten beträgt – noch einmal neun Stunden. Mir verbleiben also ungefähr acht Stunden, um Kontakten inner- und außerhalb der Familie, häuslichen Aufgaben und kreativen Ideen gerecht zu werden.

Das sollte reichen. Da dies aber nicht der Fall ist und bei mir locker mal eben eine Woche vergeht, ohne auch nur ein Wort geschrieben oder auch nur einmal den Pinsel in die Hand genommen zu haben, stimmt also etwas mit meiner Zeiteinteilung nicht! So führt man keinen Block und keinen Online-Shop!

Was mache ich falsch?

Ich arbeite nicht konzentriert eine bestimmte Zeit an einem Projekt. Mal hier eine Skizze hinhuschen und da ein paar Ideen festhalten, reicht nicht. Ich neige dazu, immer viele Dinge an einem Tag tun zu wollen. Die Betonung liegt hier auf ‚zu wollen‘, nicht auf ‚zu tun‘! Das ist zum Scheitern verurteilt. Ich bin in keinem Thema ganz drin. Während ich das eine in Angriff nehme, denke ich bereits an das andere. Mache mir dazu Notizen, denke noch mehr nach, stelle mir die Dinge vor – behindere mich erfolgreich selbst, vertue meine Zeit. Habe am Ende weder einen Beitrag verfasst noch eine Aquarell-Karte für meinen Shop fertiggestellt. Und es gibt da natürlich noch einen anderen Faktor: keine Lust zu haben. Es war ein langer Tag, eigentlich Kopfschmerzen, die Wäsche hängt anklagend über den Rand des Wäschekorbs, die Küche – na ja, ist für sich schon ein leidiges Thema. Und dann noch an den Schreibtisch setzen? Viel schöner ist es doch gemütlich im Sessel herumzuhängen und sich irgendeinen Blödsinn im Fernsehen oder die Lieblingsserie auf Netflix anzuschauen – ein Glas Wein und die eine oder andere Praline oder Erdnuss helfen, das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Nicht zielführend! Was kann ich tun?

Ich gehe es ab heute tageweise an! Bin ich zu Hause, wird eine bestimmte Zeit ausschließlich für eine kreative Aufgabe genutzt. Heute ist es mein Blog, am nächsten mir zur Verfügung stehenden Abend wird es Malerei sein, stets im Wechsel. Ob dies ein guter Plan ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Aber da ich nun darüber geschrieben habe, bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als mein Vorhaben durchzuziehen, nicht wahr?

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