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Sybellacami

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Ich möchte einfach nur meine Lieblingsliteratur mit Euch teilen.

Früher – da ist es wieder, dieses Wort! – war ich eine Leseratte. Wahrscheinlich begünstigt durch die Tatsache, dass ich als Kind ständig krank war. Hatte ich mir einmal etwas eingefangen, war ich in der Regel für die nächsten vier bis sechs Wochen der ängstlichen Fürsorge meiner Eltern ausgeliefert. Ohne meine Bücher wäre ich nicht an Bronchitis oder einer Kinderkrankheit gestorben, sonder aus purer Langeweile. Kann sich von Euch noch jemand an Enid Blyton erinnern? Den meisten fallen hierzu wahrscheinlich sofort ‚Hanni und Nanni‘ ein. Wobei meine Lieblingsgeschichten die über Dollys Schulzeit auf einem englischen Burginternat waren.

Wikipedia gibt hierzu allerdings folgende Information: ‚Die Namen der Figuren und Orte wurden eingedeutscht, die Übersetzungen weichen auch sonst erheblich von den englischen Originalen ab. Sie wurden vor allem gekürzt, teilweise fehlen ganze Kapitel.‘

Sehr schade im Nachhinein! Trotzdem hat auch die offenbar unzureichende deutsche Fassung ausgereicht, um meinen Fable für Burgen, Landschaften und Geistergeschichten der Insel zu begründen.

Nach den typischen Mädchenbüchern kam Karl May an die Reihe. Die Bände waren auch schnell durchgearbeitet, mir ständig neue Bücher zu kaufen war nicht immer eine Option. Also faßte ich den ziemlich großen Bücherschrank meiner Eltern etwas näher ins Auge. Schließlich bot hier alles, was damals der Bertelsmann Club für seine Mitglieder im Angebot hatte, für genug Futter. Johannes Mario Simmel – auf den habe ich mich mit knapp 12 Jahren geradezu gestürzt. War es doch ganz anderer Lesestoff als meine Jugendbücher, geradezu verrucht! Mit ‚Liebe ist nur ein Wort‘ fing die Reise in die Erwachsenenliteratur an. War schon aufregend. Richtig gefallen von Simmel hat mir allerdings nur ‚Es muß nicht immer Kaviar sein‘. Viel eher nach meinem Geschmack: Thomas Lievens Tätigkeit für Geheimdienste, Reisen und die Schilderungen seiner Kochkünste (Einschließlich Rezepte) waren witzig und unterhaltsam. Alfred E. Johanns ‚Schneesturm, Heimweh und nächtlicher Bambus‘ und die Trilogie ‚Die Schaukel der sieben Jahrzehnte‘ dagegen haben mich fasziniert. Mit Alice Ekert-Rotholz kam mein Fernweh so richtig in Schwung.

Mein Literaturgeschmack hat sich im Laufe der Jahre verändert. Geschichten mit übernatürlichem Inhalt, reine Fantasy und Horror wurden und sind bis heute meine Favoriten. Mit ‚Die Nebel von Avalon‘ von Marion Zimmer Bradley und Stephen Kings ‚Friedhof der Kuscheltiere‘ hat es begonnen. J.R.R. Tolkien entführte mich mit seinem ‚Der Herr der Ringe‘ nach Mittelerde – von dort bin ich eigentlich nie vollständig zurückgekehrt. Vielen Dank Peter Jackson für die tollen Filme!

In meinem Bücherschrank drängen sich Dean Koontz, Dan Brown und das Schriftstellerduo Preston/Child dicht an dicht. Meine Jungs versorgen mich mit Lesestoff wie George R. R. Martins ‚Das Lied von Eis und Feuer‘ – vielen bekannt als ‚Game of Thrones‘. Zum letzten Muttertag gab’s den ersten Band einer Fantasy-Reihe von Peter V. Brett: Ein Kampf zwischen Menschen und Dämonen. Die weiteren Bände werden folgen! Nicht zu vergessen Stephenie Meyers ‚Twilight‘-Romane um Bella und Edward. Und ja – ich bin immer noch über sechzig!

Mädels: ich möchte Euch gerne etwas empfehlen. Gebt Euch Diana Gabaldon. Gebt Euch diese Wahnsinnsschmöker mit insgesamt tausenden von Seiten. Ich verspreche Euch: Claires Reise nach dem Zweiten Weltkrieg ins 18. Jahrhundert wird Euch nicht mehr loslassen. Und sollten die Beschreibungen der Landschaften und des Lebens im damaligen schottischen Hochland, gewürzt mit viel Erotik und blutigem Gemetzel, in gedruckter Form Eure Phantasie nicht ausreichend beflügeln – schaut Euch die ‚Outlander‘ – Serie an!

Ich erwähnte anfangs, ich sei eine Leseratte gewesen. Das hat etwas nachgelassen. Ich sag’s nur ungern, aber langes Lesen strengt heute meine Augen trotz Lesebrille an. Das kennt Ihr wahrscheinlich. Dieser Umstand wird mich allerdings nicht daran hindern, zwei mit Büchern gefüllte Kisten durchzuarbeiten, die mir eine gute Bekannte überlassen hat:

Zum Abschluß für heute noch eine Impression aus Eltville vergangene Woche – die Auslage einer Buchhandlung. Bitte beachtet den Warnhinweis auf den Büchern:

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Kurzes Zwischenspiel am Rhein

Sollte es denn tatsächlich wieder zurückkehren, unser normales Leben? Ein Leben, in dem man sich trifft, umarmt, an einem Tisch in der Sonne sitzt mit Blick auf den Fluß und eine Tasse Kaffe bestellt? Die Gäste ohne Maske, sogar bei Durchquerung des Restaurants. Meine Kollegin und ich haben uns einfach mal so zur Begrüßung in der Öffetlichkeit umarmt, weil wir uns zwei Monate – bedingt durch Kurzarbeit – nicht gesehen haben. Keine Ahnung, ob das nun eigentlich unter Androhung von Verbannung oder Kerker verboten ist – es war einfach gut.

Der von der Servicekraft erbetene Vorgang zur Erfassung unserer Daten hat uns klar überfordert – man stellte uns eine Karte mit QR-Code zum Scannen vor die Nase mit der Aufforderung, diese Sache in Angriff zu nehmen. Wie meine Söhne – Gastronomieprofis – mir im Nachhinein versicherten, weiß derzeit kaum jemand mit dieser Art zur Erfassung der Kontakdaten umzugehen. Gut zu wissen, dass man mit Unwissenheit nicht alleine auf der Welt ist. Das Scannen vom QR-Code zur Weiterleitung auf die Website oder App der Location ist grundsätzlich ein guter Ansatz. Das Desinfizieren der Speisekarten entfällt damit schon mal, eine Ansteckungsgefahr weniger. Allerdings müssen sich die Mitarbeiter im Service der Aufgabe stellen, vielen Gästen die Handhabung des QR-Codes zu erklären – vor allem in den Restaurants, deren Haupt-Zielgruppe wir ältere Herrschaften sind. Aber wir sollten dies wie viele andere Lockerungs-Einschränkungen nicht zu kritisch sehen. Die Alternative ist hinreichend bekannt – und das wollen wir doch nicht, oder? Übrigens haben wir beiden Mädels nichts gescannt und es wurde auch nie wieder nachgefragt.

Es war ein kurzes Zwischenspiel am guten alten Vater Rhein. Die Sonne und das Schwätzen hat uns gut getan, auch wenn wir nicht vergessen konnten, warum wir mitten unter der Woche am hellichten Tag Zeit hatten, uns den Wind um die Nasen wehen zu lassen. Beide hätten wir lieber an unseren Schreibtischen im Büro gesessen!

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Das andere Leben

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Wie setzt uns dieses biestige Virus doch zu! Wir gehen uns aus dem Weg, vermeiden Nähe zu anderen Menschen, Körperkontakt ist ein Tabu geworden. Weder Familienmitglieder noch Freunde werden umarmt, sofern sie nicht dem eigenen Haushalt angehören. Die derseitige Ansteckungsgefahr soll zu groß sein. Anzeichen jeder noch so kleinen Erkältung bei sich selbst und anderen werden argwöhnisch beobachtet, Husten und Niesen in der Öffentlichkeit ist ein No-Go geworden, unweigerlich geahndet mit mißtrauischen Blicken. Besuche in Heimen und Kliniken sind untersagt. Die Aufnahme im Krankenhaus zu einer unumgänglichen Behandlung führt sofort in die Quarantäne, bis das Testergebnis vorliegt – so meinem Mann geschehen.

Unser Bildungswesen sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, die erst noch gemeistert werden müssen. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein. Immerhin gibt es seit Montag ein Silberstreif an Horizont: Geschäfte können wieder öffnen. Betreten derselben ist ab kommender Woche nur vermummt möglich – pardon, möglich für Menschen mit Mund-Nasen-Schutz. Nur bitte vergeßt nicht, Eure Masken im Auto abzunehmen – das Gesicht muß auf einem Blitzerfoto erkennbar sein! Bleibt die Frage, wann Gastronomie und andere Einrichtungen wieder zugänglich sein werden – sofern sie sich lange genug über Wasser halten können. Wie sieht es mit all denen aus, die in Homeoffice und Kurzarbeit sind? Welche Regelungen wird es für uns geben? Mein Arbeitgeber hat dieser Tage seinen Mitarbeitern einfach mal so zwischendurch einen tollen Gruß geschickt, ein ‚Durchhalte-Survival-Kit‘ mit Specials von Chicago Williams:

Vielen Dank

Und was ist denn grundsätzlich mit dieser unsäglichen Kontaktsperre? Wie lange wird sie unser Leben dirigieren? Diese Situation bringt uns nicht zusammen, wie gerne in den Medien behauptet wird – sie entfremdet uns. Auch ist oft die Sprache davon, daß die Menschen aus dieser Situation lernen werden. Was denn? Grundsätzlich Abstand zu halten, weil möglicherweise im Herbst oder Winter eine neue Corona-Welle auf uns zukommt? Wie kostbar sind jetzt die sozialen Netzwerke geworden – sind sie doch der Weg aus der Einsamkeit. Wieder einmal zeigt sich, dass auch ältere und alte Menschen Zugang zum Internet haben sollten.

Positives gibt es natürlich auch: wer jetzt noch die Autobahnen benutzen muss, hat Spaß daran. Ich kann mich nicht erinnern, je so freie Straßen gesehen zu haben.

In unserer kleinen Wohn-Straße war noch nie viel los – handelt es sich doch um einen verkehrsberuhigten Bereich. Trotzdem gibt das Küchenfenster normalerweise den Blick frei auf Menschen, Hunde, die Gassi geführt werden, und Katzen. Und nun? Die Katzen sind geblieben: völlig unbeeindruckt gehen sie weiter ihren Geschäften nach. Spielende Kinder sind verschwunden. Nur die Kleinen im Kinderwagen werden spazieren gefahren. Ab und an ist eine Familie auf Fahrrädern zu sehen, einige Leute laufen zum nahe gelegenen Supermarkt.
Aber was ist mit den Hunden? Haben sie gelernt, das Katzenklo zu benutzen? Oder die Toiletten ihrer Frauchen und Herrchen? Man hört sie ja in unserer Nachbarschaft nicht einmal mehr bellen! Es fehlen nur noch diese trockenen Sträucher, die wie in einem Western durch die Straßen wirbeln.

Wer weiß: vielleicht passiert das dann im August.

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Er kam zur rechten Zeit

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Die letzten beiden Miezen unsere alten Katzenbande mußten wir vor rund einem Jahr gehen lassen. Beide waren krank. Genau zu dieser Zeit erschienen in unserem Garten zwei – wie es schien – junge schwarze Katzen. Beide scheu, beide hungrig. Sylvester und Bella, in den letzten Tagen bzw. Wochen ihres langen Lebens als Freigänger, ließen die beiden Neuzugänge erstaunlicherweise halbwegs in Ruhe. Als Sylvester in unserem Wohnzimmer für immer einschlief, hielt Black auf der Terrasse Wache – so schien es. Der Gedanke, dass schwarze Katzen Unglück bringen, wehte nur kurz durch unsere Köpfe und wurde selbstverständlich wieder verworfen!

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich einer der kleinen Streuner wohl bereits entschieden, unser Zuhause als das Seine ins Auge zu fassen und überzeugte wohl auch seine Begleitung davon – diese war immer seltener zu sehen.

Katze(n) zähmen leicht gemacht: gut gefüllte Schüsselchen sind magisch!

Es wurde wohl ein Pakt geschlossen, der sich unserem Verständnis entzog. Bella mochte es gerne, auf der Terrasse zu fressen. Sie ließ den Schwarzen an ihr Näpfchen, schien sogar zu warten, bis er auftauchte. Er wurde zutraulicher. Wenn wir das Futter draußen ins Schälchen füllten, ließ er sich nach und nach streicheln, gab auch schon mal Köpfchen. Bella schien zu wissen, wo sie bald ruhen würde. Oft lag sie nun unter dem Busch, der dort wächst. Kam auch nicht heraus, wenn ich sie rief. Black spielte direkt vor ihrer Nase – sie ließ es zu. Ich saß heulend davor.

Ende April 2019 gab es auch unser altes Katzenmädchen nicht mehr. Bevor wir dem Gedanken an ‚neue‘ Katzen Raum lassen konnten, nutzte der kleine Racker seine Chance. Er war bereit, uns Trost zu Spenden und uns nicht vergessen zu lassen, was es mit zuverlässiger Katzenfütterung für gut trainierte Dosenöffner auf sich hat. Wir nahmen uns dieser Aufgabe – weiterhin- gewissenhaft an. Ein Name musste her! Schwarz – na ja, im Sonnenlicht gleicht das Fell einem schwarzbraunen Nerzchen – schwarze Schnurrhaare, schwarze Pfotenballen, weit und breit kein weißes Haar. Wir sind stolz, auf den Namen, den wir nach reiflicher Überlegung gefunden haben!

We proudly present … Blacky!

Auch mal Black oder Blackman genannt.

Die Zeit der endgültigen Übernahme begann. Schrittweise. Kurze, äußerst vorsichtige Besuche im Wohnzimmer. Immer die geöffnete Terrassentür im Auge. Irgendwann trieb ihn seine Neugier – wahrscheinlich spielte die Nase eine nicht unwesentliche Rolle – in die Küche. Auch Näpfe – wunderbar! Dann bequehme Sessel für ein Nickerchen. Besagte Sessel sind schwarz. Das hatte zur Folge, dass das Tier auch mal zwischen uns und Polster geriet. Das Tier trug es mit Fassung. Der von einer Kollegin übernommene Kratzbaum wurde gerne genommen. Nach und nach akzeptierte er, dass Türen und Fenster geschlossen wurden. Die Erforschung der anderen Stockwerke ging voran – Black war eingezogen.

Hier sollte ich etwas anmerken:

Wir haben natürlich nicht einfach eine fremde Katze ‚angefüttert‘. Blacks ganzes Verhalten, Aussehen und Freßverhalten gaben Anlass zur Annahme, dass er keinem Haushalt angehörte. Er war nicht kastriert, nicht tätowiert – und wie der Besuch bei unserer Tierärztin schließlich zeigte – auch nicht gechipt, aber mindestens 2 Jahre alt. Nachfragen vor Ort und auf Facebook ergaben ebenfalls nichts.

Und nun zum Erlaß unserer Gemeinde vom 26.06.2019:

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Katzenschutzverordnung für das Gebiet der Gemeinde Büttelborn

(Auszug)

  1. Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt/einerTierärztin kastrieren und mittels Mikrochip oder Tätowierung kennzeichnen sowie registrieren zu lassen. Die Registrierung erfolgt, indem neben den Daten des Mikrochips/der Tätowierung der Name und die Anschrift des Halters/der Halterin z.B. in das kostenfreie Haustierregister von Tasso e.V. eingetragen wird. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen.
  2. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinn gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stell.
  3. Dem Gemeindevorstand ist auf Verlangen innerhalb von zwei Wochen ein Nachweis über die durchgeführte Kastration und Registrierung bzw. eine Erklärung über die Wohnungshaltung vorzulegen.

Ist eine fortpflanzungsfähige angetroffene Katze nicht gekennzeichnet und registriert und kann ihr Halter/ihre Halterin deswegen nicht innerhalb von 48 Stunden identifiziert werden, so kann der Gemeindevorstand die Kastration auf Kosten des Halters/der Halterin durchführen lassen…ordnungswidrig handelt, wer … eine Katze nicht kastrieren oder kennzeichnen läßt … Ordnungswidrigkeiten … können mit Guldbußen bis zu 5.000,00 EUR geahndet werden.

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Black ist natürlich jetzt ein Familienmitglied: besiegelt mit Chip,Tattoos und dem Verlust seiner Männlichkeit.

Letzteres hindert ihn nicht daran, das glückliche Leben eines Freigängers zu führen Sein Tagesablauf unterliegt strengen Gewohnheiten. Der erste Frühstückshappen in der Küche, der zweite auf der Terrasse. Den Vormittag und halben Nachmittag verschläft er im Haus. Ab ca. 16 Uhr ist Revierpflege angesagt. Dazu gehören auch Auseinandersetzungen mit anderen Katzen auf dem Grundstück. Herrlich, wenn er dann mit einer Flaschenbürste als Schwanz aufgeregt nach Hause kommt! Nachtruhe ab ca. 1 Uhr zu Hause.

Sein Schatten vom vergangenen Jahr ist auch wieder aufgetaucht. Black läßt ist ihn draußen fressen, ja, er fordert mich morgens regelrecht auf, Futter hinauszustellen. Danach jagt er ihn (oder sie) allerdings noch weg. Mal sehen, was sich daraus entwickelt …

Unvergessen:

Cara und ihre Kinder Bella, Mira und Sylvester

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Ach ja, gute Vorsätze

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Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Bereits einige Tage schreiben wir nun bereits 2020 – zugegeben, meine Finger wollen das noch nicht fließend tippen.

Ein Geschenk – supersüße Glaskatzen

Wieso vergeht die Zeit schneller und schneller, je älter man wird? Was hatte ich mir eigentlich für das vergangene Jahr vorgenommen? Wollte ich nicht viel organisierter vorgehen? Endlich mal mein Chaos aufräumen. Gehört man, so wie ich, zum Volk der Jäger und Sammler ist so einiges in Schubladen und Schränken angehäuft, das dringend einer Sichtung bedarf. Das Gute behalten, unsinnige Sachen entsorgen. Nicht einfach für mich!

Braucht man denn diese Dose nicht irgendwann mal ganz dringend? Die Wollreste lassen sich bestimmt noch verwerten – Stulpen, könnte ich mir denken. Die Bluse ist ganz klar zu schade zum wegwerfen, dieser Schal ebenso. Modeschmuck, der ganz sicher nie wieder getragen wird. Das komplette unterste Fach in meinem Bücherschrank ist die Heimstatt für ca. zehn Jahrgänge einer Einrichtungszeitschrift, die ich mal abonniert hatte. Wenn ich ehrlich bin, gleichen sich die Hefte inhaltlich sehr. Farben, Stil und DIY-Ideen bieten von Monat zu Monat nicht wirklich Neues. Diese Sammlung muss dringend entsorgt werden. Aber Hefte einfach wegwerfen kommt nicht in Frage. Also verschenken? Irgendwo zum Kauf anbieten?

Erinnerungen sind mit vielen Objekten verbunden. Die ersten Schulhefte der Jungs, Bilder die sie gemalt haben. Auf keinen Fall trenne ich mich davon. Bücher? Ebenfalls undenkbar! Da sind Geschenke von meiner Schwiegermutter. Hübsche Figuren, die eigentlich nicht mein Geschmack sind. Sie wurden extra für mich ausgesucht. Schwierig!

Eine Schwachstelle von mir ist außerdem die Sache mit der Ablage. Ich bin offenbar nicht in der Lage, Rechnungen, Belege und was sonst so anfällt sofort ordentlich abzuheften. Noch nie! Ich stopfe alles nach Erledigung in Schubladen und Fächer und Kartons. Wie wir alle wissen, braucht man das eine oder andere einmal jährlich fürs Finanzamt – und schon geht die Sucherei los. Grauenhaft! Etwas anderes liegt mir schwer auf dem Magen: diese himmelvielen Bilder! Die meisten der alten Papierfotos sind in Alben, aber nicht wirlich sinnvoll sortiert. Viele befinden sich einfach in Schachteln. Unmengen digitaler Fotos sind in Dateien gespeichert. Es ist an der Zeit, diese Bilder ihre Geschichten erzählen zu lassen!

Ein neues Jahr also! Worauf freue ich mich? Wovor habe ich Angst? Was erhoffe ich mir? Was ändere ich?

Ein Buch habe ich geschenkt bekommen, das mich unterstützen wird, mir meine Wünsche, Pläne und Ziele klar vor Augen zu halten. Einige Seiten, die noch auf meine Einträge warten, möchte ich Euch gerne zeigen:

Ich bin selbst gespannt, was ich hineinschreiben werde.

2020 – gehen wir’s an!

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Was ist das mit den Feiertagen?

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Meist verkünde ich im Sommer – genauer am 24. Juni, wenn mein bevorzugter Radiosender ‚Last Christmas‘ zur Weihnachts-Halbzeit auflegt – dass ich mich auf Weihnachten freue.

Auf Pinterest wird emsig nach Deko-Ideen gesucht, die bewundert, letztendlich aber selten umgesetzt werden. Wenn die Wochen vergehen, kann ich es kaum erwarten, dass die schreckliche Sommerhitze verschwindet und endlich der Herbst kommt. Die Vorfreude auf Weihnachten steigert sich ins Unermessliche, wenn zeitgerecht Anfang September all die wunderbaren Schoko-Weihnachtsmänner, Lebkuchenherzen, Spekulatius und Dominosteine in den Supermärkten unsere Genießerherzen hoch und die Hüften rein vom Anschauen schon ausschlagen lassen! Adventskalender werden angeboten, Weihnachtsdekoration all überall. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich dieses Jahr im Geschäft die erste Weihnachtsmusik als Kundenberieselung gehört habe? Schon September oder war’s doch erst Oktober? Jedes Jahr dieselben guten Vorsätze: rechtzeitig werden die Geschenke erledigt und ausgefallene Kugeln für den Baum gesucht. Backtage im November sorgen für gut gefüllte Blechdosen und die Planung für die Festtage steht auch.

Ehe ich mich versehe, steht der 1. Advent vor Tür. Adventskranz? Plätzchen? Geschenke? Panik macht sich breit, gemildert durch die bunten Weihnachtsmärkte und allgegenwärtige englische Weihnachtsmusik – ich mag sie wirklich! Die restlichen drei Wochen verfliegen, Weihnachtsfeiern und Grippe tragen dazu bei. Ich wünsche mir Schnee und Eis an Weihnachten, alles soll glitzern. Nur wohnen wir in einer der wärmsten Regionen Deutschlands – soviel zum Schnee.

Der Baum wartet darauf, ins Wohnzimmer einzuziehen und festlich geschmückt zu werden. Lichterketten werden getestet – sie funktionieren und werden aufgehängt. Der Kater interessiert sich dafür und zeigt uns, wie empfindlich die Dinger doch sind – halten rein gar nichts aus. Also Lichterkette abhängen, reparieren und wieder anbringen. Das Tier hält sich diesmal zurück. Sogar die bunten Kugeln entgehen seinem Interesse – ich hätte mehr Einsatz erwartet!

Und nun ist er da, der Weihnachtstag. Er hat meinen 62. Geburtstag im Gepäck. Chris Reas ‘Driving home for Christmas’ trifft auf unseren jüngeren Sohn zu – reist er doch aus Würzburg an. Beide Jungs sind nun da, wo ich sie haben möchte: bei uns zu Hause. Unerwarteter Besuch – die Überraschung einer ehemaligen Kollegin ist gelungen. Am späten Nachmittag lässt die Familie die Spiele beginnen. Champagner, Austern und Pastete geben den Auftakt. Wir stoßen an, meine Familie singt ‚Happy Birthday‘ und ich heule. Das Haus duftet nach Ente und Rotkohl. Das Tiramisu ist gelungen. Irgendwo zwischen den Gängen wünschen wir uns frohe Weihnachten und die Schlacht der Schlachten um die Geschenke wird geschlagen. Sind sie gut? Gefallen sie? Funktionieren sie? Sind denn alle zufrieden? Ich liebe diesen Tag.

Dieses Geschenk traf ins Schwarze

Dieser und zwei weitere Weihnachtstage wurden gebührend gefeiert, gekrönt mit leckerem Essen waren sie so schnell vorbei. Am Freitag im Büro habe ich mich gefragt: wo ist denn die Zeit geblieben? Alles wieder nur Erinnerung. Aber es ist ja noch nicht vorbei. Der Tannenbaum glänzt und glitzert noch im Zimmer – unser Hauspanther hat nun doch noch die Kugeln entdeckt. Es gab wohl ein Gespräch zu diesem Thema zwischen ihm und meinem Mann. Was soll ich sagen – Katze und Mensch haben sich gegenseitig nicht zu Pulswärmern verarbeitet. Sie mögen sich!

Silvester wartet ja noch auf uns – und am 24. Juni wird wieder ‚Last Christmas‘ gespielt.

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Meine Zeit oder wie sie zwischen den Fingern zerrinnt

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Ein Tag ist lang.

Rechnen wir die Zeit, die wir zum Schlafen benötigen ab, sind wir bei sechzehn bis siebzehn Stunden. Für den Fulltime-Job entfallen in meinem Fall – ich schätze mich glücklich, da mein Arbeitsweg nur zehn Minuten beträgt – noch einmal neun Stunden. Mir verbleiben also ungefähr acht Stunden, um Kontakten inner- und außerhalb der Familie, häuslichen Aufgaben und kreativen Ideen gerecht zu werden.

Das sollte reichen. Da dies aber nicht der Fall ist und bei mir locker mal eben eine Woche vergeht, ohne auch nur ein Wort geschrieben oder auch nur einmal den Pinsel in die Hand genommen zu haben, stimmt also etwas mit meiner Zeiteinteilung nicht! So führt man keinen Block und keinen Online-Shop!

Was mache ich falsch?

Ich arbeite nicht konzentriert eine bestimmte Zeit an einem Projekt. Mal hier eine Skizze hinhuschen und da ein paar Ideen festhalten, reicht nicht. Ich neige dazu, immer viele Dinge an einem Tag tun zu wollen. Die Betonung liegt hier auf ‚zu wollen‘, nicht auf ‚zu tun‘! Das ist zum Scheitern verurteilt. Ich bin in keinem Thema ganz drin. Während ich das eine in Angriff nehme, denke ich bereits an das andere. Mache mir dazu Notizen, denke noch mehr nach, stelle mir die Dinge vor – behindere mich erfolgreich selbst, vertue meine Zeit. Habe am Ende weder einen Beitrag verfasst noch eine Aquarell-Karte für meinen Shop fertiggestellt. Und es gibt da natürlich noch einen anderen Faktor: keine Lust zu haben. Es war ein langer Tag, eigentlich Kopfschmerzen, die Wäsche hängt anklagend über den Rand des Wäschekorbs, die Küche – na ja, ist für sich schon ein leidiges Thema. Und dann noch an den Schreibtisch setzen? Viel schöner ist es doch gemütlich im Sessel herumzuhängen und sich irgendeinen Blödsinn im Fernsehen oder die Lieblingsserie auf Netflix anzuschauen – ein Glas Wein und die eine oder andere Praline oder Erdnuss helfen, das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Nicht zielführend! Was kann ich tun?

Ich gehe es ab heute tageweise an! Bin ich zu Hause, wird eine bestimmte Zeit ausschließlich für eine kreative Aufgabe genutzt. Heute ist es mein Blog, am nächsten mir zur Verfügung stehenden Abend wird es Malerei sein, stets im Wechsel. Ob dies ein guter Plan ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Aber da ich nun darüber geschrieben habe, bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als mein Vorhaben durchzuziehen, nicht wahr?

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Andy, mein Haarfön oder wenn die Dinge nicht mehr einem selbst gehören

‚Andy, ich brauche den Fön!‘

Dies ist inzwischen wieder eins der morgendlichen Rituale unseres Haushalts.

Es war schon so, bevor die Jungs das erste Mal ausgezogen sind. Meistens ging es damals bereits um den Fön. Ein weiteres Objekt der Begierde war das Haarspray (im Nachhinein kommt es mir manchmal so vor, dass von den meisten Artikeln nur ein einziges Exemplar in einem Vier-Personen-Haushalt existierte).

Vorübergehend wohnt unser älterer Sohn wieder bei uns. Schön ist es! Auch wenn wir uns aufgrund unserer verschiedenen Arbeitszeiten nicht täglich sehen, weiß ich, dass er da ist. Ich sehe das Auto morgens vor der Tür stehen. Schuhe und Päckchen von und für ihn sind dekorativ im Flur verteilt. Unser schwarzer Hauspanther neigt zum Glück nicht dazu, alles zu markieren, das sich ihm darbietet. Unsere Ex-Katzen – mögt ihr nun im Katzenland frei rennen! – haben da ganz andere Arbeit geleistet!

Die Tabletts sind weg, mitunter auch das Brotmesser. Klar, dass auch die Sojasosse ihren Weg ins Dachstudio findet. Ich will ja nicht leugnen, das all dies das Potenzial hat, mich über die dünne Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn nachdenken zu lassen. Aber meine Reizschwelle ist ziemlich weit oben angesiedelt, außerdem verfüge ich über eine ordentliche Portion Humor (bei meinem Mann sind diese Eigenschaften möglicherweise – situationsbedingt – etwas anders verteilt).

Es macht Spaß, meinem Sohn – gerne auch in Begleitung – in der Küche oder sonst wo im Haus zu begegnen. Ist auch kein Problem, mal die Wäsche für ihn aufzuhängen, wenn es meine Zeit, aber seine gerade nicht zuläßt. Wie gerne hätte ich jetzt auch noch unseren jüngeren Sohn Max hier! Der Wunsch, es wieder wie früher sein zu lassen…

Ich habe die Tage, an dem sie mit ihrem Hab und Gut vom Grundstück gefahren sind, nicht vergessen. Welche Mutter kann das schon?

Machen wir uns nichts vor – auch wenn die Kids manchmal wieder bei uns einziehen, wird das kein Dauerzustand sein. Mit Glück können wir später bei ihnen Unterschlupf finden, wenn wir nicht mehr richtig krabbeln können.

Also – wenn ich eine Revenge für den Haarfön in Erwägung ziehen möchte, sollte ich mich gut mit ihnen stellen, nicht wahr?

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Rauchen

Waren es denn wirklich so schlechte Zeiten, als morgens die Klamotten, die am Vorabend in einer Gaststätte getragen wurden, so wunderbar ekelhaft nach kaltem Rauch gerochen haben? Oft genug waren sie einfach Zeugen eines schönen Abends.

Zu zweit oder mit Freunden wurde getrunken, manchmal gegesssen, gelacht, diskutiert oder gestritten – und geraucht. Das Weltgeschehen, die Situation in Job und Familie wurden von allen Seiten beleuchtet, jeder hat seinen Senf dazu gegeben. Irgendwann waren sich einzelne der Gruppe oder alle einig, dass es bereits spät und der Heimweg angeraten sei. Um dieses Unterfangen anzugehen, war ein letztes Bier und eine letzte Zigarette erforderlich. Und natürlich hat das Gespräch dann neuen Aufschwung bekommen – und die allerletzte Zigarette wurde in angezündet. Und natürlich noch ein kleines Bierchen dazu geordert.

Gut für die Gastronomie und gut für die Kommunikation.

Wie sieht es denn heute im Rahmen des Rauchverbots aus? Zunächst sitzen wir alle an einem Tisch, genießen unser erstes Getränk und schwätzen. Die Raucher unter uns, zu denen ich nicht mehr gehöre, geben in der Regel ihrem Wunsch nach einer Zigarette zu diesem Zeitpunkt noch nicht nach.

Nach dem Essen gibt es aber kein Halten mehr. Raus‘ geht’s – egal welche Wetterlage! Wenn ich mich nicht alleine am Tisch wiederfinden will, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich ebenfalls in den Hof zu stellen. Dort gesellen sich dann noch Bekannte hinzu, es bilden sich unterschiedlich Gruppen.

Früher wären einfach alle an einem Tisch eng zusammengerückt – trocken, warm und gemütlich!

Es ist kaum noch vorstellbar, dass einfach überall geraucht wurde. Was sicherlich auch zuweit gegangen ist. Für alle Nichtraucher muss es die Hölle gewesen sein.

Warum ich aufgehört habe zu rauchen? Mir ist das Geld ganz einfach zu schade – und ich verspüre nicht das geringste Verlangen, ständig vor einer Tür herum zu stehen. Und natürlich freut sich meine Haut! Aber bei uns zu Hause wird nach wie vor geraucht. Manchmal, bei einer Party oder so, schnappe ich mir mal eine Zigarette. Übrigens ist dann auch so die unbestritten dicke Luft besser zu ertragen…

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Heißkalt

Meine Wechseljahre meinen es gut mit mir. Auch wenn sie mich seit ungefähr zehn Jahren begleiten, haben sie mich nie wirklich beeinträchtigt. Depressionen haben sich bisher nicht eingestellt – meine Stimmungsschwankungen waren als Teenager schlimmer – und wenn es mir heiß wird, schaltet mein Körper nicht in den Modus ’schwitzen‘.

Aber heiß wurde mir schon. Und wird es noch immer.

Und dann renne ich ans nächste Fenster und reiße es auf. Am besten ganz ‚raus ins Freie. Wie gesagt: ich schwitze nicht, aber ich bekomme keine Luft. Das ist nicht körperlich zu verstehen – ich schnappe nicht nach Luft wie ein Fisch an Land. Aber ich habe habe das Gefühl zu ersticken, wenn ich nicht sofort meine Nase in den Wind halten kann. In einem Raum mit Fenster und Türen kein Problem – im Kino oder im Flugzeug sieht das anders aus. Also Augen schließen, ruhig atmen und sich einen kühlen Wald oder plätscherndes Wasser vorstellen. Das hilft. Im Auto in Gesellschaft von Mitfahrern stößt es – klar – nicht unbedingt auf Gegenliebe, wenn ich plötzlich auf der Autobahn mein Fenster öffne. Aber genau in diesem Moment geht’s halt nicht anders…

Falsche Kleidung fördert diese Zustände. Also achte ich darauf, mich nicht zu warm anzuziehen. Am besten Zwiebel-Look. Und vor allem kein Rollkragenpullover. Ich friere eher selten. Und wenn, meistens wenn ich müde werde. Dann ziehe ich noch einen Pullover an und manchmal sogar Socken. Natürlich, wie nicht anders zu erwarten, mutiere ich dann innerhalb von Minuten zum pfeifenden Teekessel, werfe die Klamotten, die ich gerade angezogen habe, von mir und stürze zur nächst gelegenen Frischluftquelle.

Eigentlich dachte ich den vergangenen Sommer über, die Hitzeanfälle hätten sich erleldigt. Geschlossene Räume in Verbindung mit Heizungsluft haben mich schnell eines Besseren belehrt. Wie lange dauert das denn eigentlich? Aber ich darf mich nicht beschweren, nicht wahr? Es könnte schlimmer sein.

Es ist einfach nur dieses Gefühl zu ersticken …

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