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Handy & Co.

(Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

Das Telefon hatte seinen festen Platz auf dem Schreibtisch meines Vaters. Dieser war riesig und stand mitten im Wohnzimmer. Es war also gewährleistet, dass Telefonate mit meinen Freundinnen und – schlimmer noch – Freunden unter den Augen und Ohren meiner Eltern stattfinden und zwar noch nicht aufgezeichnet, aber im Zweifelsfall gegen mich verwendet werden konnten.

Wir alle haben das erlebt und mussten natürlich alternative Kommunikationswege finden. Habt Ihr auch Zettelchen während des Unterrichts geschrieben? Es war toll – einfach alles wurde auf schriftlichem, wenn auch mitunter schwer entzifferbarem Weg erörtert und wenn’s dumm gelaufen ist, fielen sie aus der Schulmappe und den Eltern in die Hände. So wurde für ausführliche Gespräche im Familienkreis gesorgt.

Ich weiß nicht, ob es Euch rückblickend ähnlich ergeht – ich hätte mit 16 gemordet für ein Handy!

Sind die Möglichkeiten, die sich uns heute bieten, nicht großartig? Wir können telefonieren, Nachrichten schreiben, Bilder übermitteln – meistens wann und wo wir wollen. Wie muss es denn früher für unsere Eltern gewesen sein? Wir sind ausgezogen und waren erst mal weg. Heute können wir auch über Social Media am Leben unserer Kinder teilnehmen – und sie an unserem. Ich finde das schön. Na ja, sie vielleicht manchmal weniger…

Ein Kind zieht aus…

Wenn ich früher ein Buch gelesen habe, war der Atlas dabei. Ich wollte immer wissen, wo die Romanfiguren lebten oder auf welchen Wegen sie gereist sind und wie es dort ungefähr ausgesehen hat. Die Atlanten waren in der Regel groß und unhandlich und richtig unbequem wurde es, wenn ich in der Brockhaus-Sammlung mit Goldschnitt meines Vaters nachgeschlagen musste.

Mein Handy und mein Laptop leisten mir gute Dienste! Wie sonst könnte ich so schnell, so leicht an Informationen herankommen?

Es ist wichtig, auf der Reise in die kommenden Jahre unseres Lebens den Umgang mit Handy & Co. zu nutzen. Viele von uns tun dies natürlich bereits. Aber nicht alle. Den älteren Menschen in unseren Familien fällt das Pflegen sozialer Kontakte zunehmend schwerer, die ehemaligen Freunde sind oft nicht mehr. Wir können ihnen zeigen, wie sie trotzdem in der Welt unterwegs sein, neue Menschen kennenlernen und Gedanken und Ideen, Erinnerungen an andere Zeiten und Orte austauschen können.

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