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Ferdinand

Wer von uns kennt die Geschichte nicht? Ferdinand der Stier ist ein friedliches Tier. Er liebt es, an Blumen zu riechen, während seine Freunde auf der Weide kein anderes Ziel kennen, als ihre Kraft und ihren Mut in der Arena unter Beweis zu stellen. Auch Ferdinand landet – bedingt durch einen Hummelstich, der aus ihm einen Moment lang den wütenden Stier macht, den alle herbeisehnen – auf dem Kampfplatz. Dort ist er aber friedfertig wie eh und jeh und wird wieder nach Hausegeshickt.

Für Ferdinand ist alles gut ausgegangen.

Soviel Glück hatten an einem Abend im August 2019 einige Stiere in einer Stierkampfarena auf Mallorca nicht. Sie sorgten für das Amusement der Menge im Namen der Tradition. Ein Zuschauer meinte sinngemäß, das Schauspiel würde vielleicht etwas grausam wirken, aber die Tiere seien nun mal dafür da.

Es ist beruhigend zu wissen, dass die Tiere nur ihrer Bestimmung zugeführt werden – oder doch nicht??

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Sommerwetter

Wir Menschen sind schon komisch! Erst einmal können wir die warme Jahreszeit gar nicht erwarten. Es geht uns nicht schnell genug, 28 Grad auf dem Thermometer angezeigt zu bekommen – bitte auch genauso gefühlt. Ein blauer Himmel ist gewünscht, garniert mit ein paar wenigen fluffigen weißen Wölkchen und eine angenehme leichte Brise.

Perfekt

Werden diese Wolken dann etwas mehr, spielen farblich leicht ins Graue und der Wind frischt auf, machen wir uns prompt Gedanken um Frisur und Zugluft. Und dann womöglich auch noch Regen mitten im Sommer! Der gute alte Spruch ‚es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleideung‘ hilft uns nicht wirklich weiter, wenn die feuchte Kälte an uns emporkriecht, sobald wir den Schutz unser heimeligen Wohnung verlassen. Und die ist natürlich dann auch nicht wirklich warm, weil normalerweise die Heizung zu dieser Jahreszeit nicht läuft. Wohl dem, der einen Kamin oder – lebendiges – Katzenfell zum Wärmen zur Verfügung hat. Am besten beides!

Also stöhnen wir alle und verlangen nach wärmeren Tagen.

Dieser Sommer gab uns bereits diese wärmeren Tage – hat uns als Steigerung zum vergangenen Jahr gelehrt, dass Temperaturen an die 40 Grad für gemäßigte Mitteleuropäer schwer zu ertragen sind. Kurz nach der Dusche am frühen Morgen geht’s. Kurze Zeit später bleibt alles an Händen und Armen kleben, das man unvorsichtigerweise berührt – auch andere Menschen. Hände schütteln? Unmöglich! Die Kleidung wird feucht und müffelt. Massive Kreislaufproblemen sowie dicke Füße und Beine gesellen sich zum allgemeinen Unbehagen hinzu. Alle unter uns, die nicht superschlank sind, wissen, wie sich feuchte Beine unterm Rock anfühlen, wenn sie zusammenkleben!

Schwimmbad? Gute Idee – auch wenn die Wassertemperatur an die heimische Badewanne erinnert. Ein mit kaltem Wasser gefüllter Eimer unter dem Schreibtisch kann auch hilfreich sein – ich kenne Leute, die tun das tatsächlich. In der Nacht schlafen? Nun ja…

Also ich für meinen Teil mag das Wetter so, wie es im Augenblick ist. Die frische Luft ist wieder da! Man kann wieder atmen! Ist es nicht wunderbar, am frühen Morgen bei geöffnetem Fenster einfach nur die Geräusche und den Geruch des Regens zu genießen?

Ein paar Regentropfen schaden nicht, sondern nutzen einfach allem und jedem.

Und wenn dann die Sonne wieder hervorkommt, erhalten wir manchmal ein Geschenk – Regenbögen.

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Handy & Co.

(Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

Das Telefon hatte seinen festen Platz auf dem Schreibtisch meines Vaters. Dieser war riesig und stand mitten im Wohnzimmer. Es war also gewährleistet, dass Telefonate mit meinen Freundinnen und – schlimmer noch – Freunden unter den Augen und Ohren meiner Eltern stattfinden und zwar noch nicht aufgezeichnet, aber im Zweifelsfall gegen mich verwendet werden konnten.

Wir alle haben das erlebt und mussten natürlich alternative Kommunikationswege finden. Habt Ihr auch Zettelchen während des Unterrichts geschrieben? Es war toll – einfach alles wurde auf schriftlichem, wenn auch mitunter schwer entzifferbarem Weg erörtert und wenn’s dumm gelaufen ist, fielen sie aus der Schulmappe und den Eltern in die Hände. So wurde für ausführliche Gespräche im Familienkreis gesorgt.

Ich weiß nicht, ob es Euch rückblickend ähnlich ergeht – ich hätte mit 16 gemordet für ein Handy!

Sind die Möglichkeiten, die sich uns heute bieten, nicht großartig? Wir können telefonieren, Nachrichten schreiben, Bilder übermitteln – meistens wann und wo wir wollen. Wie muss es denn früher für unsere Eltern gewesen sein? Wir sind ausgezogen und waren erst mal weg. Heute können wir auch über Social Media am Leben unserer Kinder teilnehmen – und sie an unserem. Ich finde das schön. Na ja, sie vielleicht manchmal weniger…

Ein Kind zieht aus…

Wenn ich früher ein Buch gelesen habe, war der Atlas dabei. Ich wollte immer wissen, wo die Romanfiguren lebten oder auf welchen Wegen sie gereist sind und wie es dort ungefähr ausgesehen hat. Die Atlanten waren in der Regel groß und unhandlich und richtig unbequem wurde es, wenn ich in der Brockhaus-Sammlung mit Goldschnitt meines Vaters nachgeschlagen musste.

Mein Handy und mein Laptop leisten mir gute Dienste! Wie sonst könnte ich so schnell, so leicht an Informationen herankommen?

Es ist wichtig, auf der Reise in die kommenden Jahre unseres Lebens den Umgang mit Handy & Co. zu nutzen. Viele von uns tun dies natürlich bereits. Aber nicht alle. Den älteren Menschen in unseren Familien fällt das Pflegen sozialer Kontakte zunehmend schwerer, die ehemaligen Freunde sind oft nicht mehr. Wir können ihnen zeigen, wie sie trotzdem in der Welt unterwegs sein, neue Menschen kennenlernen und Gedanken und Ideen, Erinnerungen an andere Zeiten und Orte austauschen können.

Skypen mit Enkel

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Die Katzen der Familie

Unsere erste Katze hatten mein Mann und ich Anfang der 80er Jahre. Er war schwarz mit einem weißen Fleck auf der Brust. Mephisto, genannt Meph oder Mephi, war nicht lange bei uns. Wir waren zu jung und es fehlte uns an Erfahrung. Wir haben ihn aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und ihn in unsere Wohnung nach Darmstadt gebracht. Nach zwei Wochen, in denen er tagsüber alleine war, durfte er sein Leben als Freigänger aufnehmen. Zugang zur Wohnung hatte er stets über ein geöffnetes Fenster. Er fand einen Freund, einen großen schwarzen Kater. Er fand auch eine Freundin. Eine großartige Nachbarin spielte mit ihm und fütterte ihn mit Tatar.Meph war ein lieber Kerl.

Meph

Nachdem er verschwunden war, haben wir den Gedanken an eine neue Katze immer wieder verworfen. Mit Reisen verbundene Jobs und eifriges Ausgehen sind nicht die besten Rahmenbedingungen für Haustiere.

Das Familienleben mit unseren Jungs bot da schon sehr viel bessere Lebensumstände für eine Mieze. Ich wollte eine Katze – und zwar eine grau getigerte. Und genau die habe ich gefunden – fragt nie die Bäuerin, die Euch Eier verkauft, ob sie eventuell auch Katzenbabys im Angebot hat. Sie hatte!

Cara war grau getigert, absolut entzückend, eine Lady und Freigängerin. Mein Plan war, sie einmal in ihrem Leben Junge bekommen zu lassen und ein Kätzchen aus dem Wurf zu behalten, vorzugsweise ein Katerchen – für die Männer meiner Familie. Plan B hat sich dann von alleine ergeben. Cara schenkte nach einer für alle Beteiligten sehr lauten und mit viel Gerenne auf dem Grundstück verbundenen Affäre mit einem gestandenen Straßenkater (wir nannten ihn Streetfighter) drei unwiderstehlichen Babys das Leben. Wir unterstützen sie bei der Geburt so gut wie eben möglich, begrüßten das gewünschte Katerchen und seine beiden Schwestern und behielten natürlich alle!

Ohne Worte!

Ich möchte hier die Katzen, bei denen wir wohnen durften, für heute nur kurz vorstellen.

Cara war, wie bereits erwähnt, unsere Lady. Sehr elegant. Eine Perlenkette hätte ihr gut gestanden. Sie war die beste Katzenmutter und hat ihren Jungen vier Monate Milch gegeben. Mein älterer Sohn war ‚ihr‘ Mensch in der Familie.

Cara (mit Pilotkatze)

Bella war und blieb das Katzenmädchen. Etwas kleiner als die anderen, aber nicht unbedingt leichter, liebte sie ihre Mama, das Futter und neigte zur Hysterie. Gerne suchte sie das zweite Frühstück und Schutz bei meinem Mann. Eine rosa Schleife um die Öhrchen und Lack-Ballerinas hätten ihr Outfit vervollständigt.

Bella

Mira war die zweite im Wurf. Ein großes, schönes Katzenweib mit niedriger Reizschwelle und viel Bedürfnis nach Liebe. Meine Amazone! Springerstiefel und ein Halsband mit Nieten hätten Deinen Charakter wunderbar unterstrichen.

Mira

Und dann der Kater! ‚Sylvester‘ hat ihn unser jüngerer Sohn genannt und ihm das Laufen beigebracht. Sie mochten sich! Ein toller Kerl mit großen Ohren und großen Pfoten, völlig gelassen – das Tier ruhte in sich selbst. Viele Menschen auf einem Fleck konnten ihn nicht abschrecken. Ein richtiger Party Löwe! Viel und weit und tagelang ist er gelaufen – ein Rucksack wäre das passende Accessoire gewesen.

Sylvester

Sie alle waren Freigänger und hatten eine phantastische Zeit. Cara lebte zwölf Jahre bei uns, Mira vierzehn, Bella und Sylvester mussten wir vor einigen Wochen mit fast sechzehn Jahren gehen lassen.

Alles hat einmal ein Ende. Aber es geht auch weiter. Just zu der Zeit, als unser Kater sehr krank wurde, erschien ein scheues, kleines, schwarzes Wesen immer häufiger auf der Bildfläche. Zunächst konnten wir es nicht mal berühren. Bella, die ihren Bruder nur um ein paar Wochen überlebte, hat es zwar nicht an ihren Napf gelassen, ansonsten aber toleriert. Mitunter schien sie sogar auf den Kleinen zu warten. Gerne möchte ich an ein Übereinkommen, ein Vermächtnis glauben…

Was solll ich sagen: es sieht so aus, dass wieder ein schwarzer Kater bei uns lebt. Inzwischen übrigens ein richtiger Schmuser, der mit Vorliebe quer vor den Füßen läuft und damit alles unternimmt, uns zu Fall zu bringen. Brauchst Du nicht, Kleiner – wir sind Dir ja schon verfallen!

Black the Cat

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Der Blog

Wie führen einen Tisch. Das tun wir bereits seit vielen Jahren, im Familienkreis und natürlich gerne auch mit Freunden. Dieser Tisch ist nicht gerade König Artus‘ Tafelrunde, aber er ist groß und er ist rund. Nicht jeden Tag, aber einige Male in der Wochen finden wir uns an diesem Tisch – zumeist zum Abendessen. Und es wird, wie bei Essen und Trinken üblich, viel geredet. Über dies und das und über alles.

Die Jungs sind damit aufgewachsen, haben dabei gelernt, sich zu artikulieren und zu argumentieren. Hier werden Gedanken ausgetauscht, gestritten und es entstehen Ideen.

Eine davon ist dieser Blog!

An jenem Abend waren soziale Netzwerke das Thema und wie man sie sich zunutze macht. Und plötzlich war klar: ein Blog muss her! Leicht gesagt, etwas schwerer getan. Ich habe den Gedanken ein paar Monate mit mir herumgetragen, unsicher, wo ich ansetzen soll.

Tu ich das, was ich schon seit 10 Jahren tue? Mein wirkliches Alter ignorieren? Denn – ich fühle mich überhaupt nicht alt, denke nicht anders, handle nicht anders. Die Frau da im Spiegel kenn‘ ich nicht, muss jemand hineingeschmuggelt haben. Aber in Wahrheit kenne ich diese Frau sehr gut – und die beiden anderen Frauen, die sich in meinen Gesichtszügen verstecken, ebenfalls.Meine Mutter und Großmutter blitzen hervor. Ist es bei Euch auch so dass, je älter Ihr werdet, sich die Familienähnlichkeiten verstärken?

Damals und heute

Natürlich liegt es auf der Hand, wen ich ansprechen möchte und wovon ich ein Teil bin.

Es macht wirklich Spaß, die eigene Phantasie anzukurbeln und etwas zu gestalten. Und wißt Ihr was? Daraus kann etwas Tolles entstehen und vielleicht sogar zu einem kleinen oder großen Standbein werden. Und das können wir auch in 20 Jahren noch für uns haben. Wir müssen dann also nicht unsere Zeit mit Nachmittagssoaps vor dem Fernseher totschlagen. Und wenn bis dahin nicht irgendwelche Verrückten die Welt in die Steinzeit zurückbefördert haben, können wir uns über die sozialen Netzwerke verbinden und austauschen und anderen zeigen: das bin ich, das kann ich, das ist mein eigenes kleines Universum!

Helfer finden sich immer

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